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Naaa, wer konnte die Überschrift lesen? *fg*

Nein, ich bin jetzt nicht unter die pöhsen Hacker gegangen, aber im Knut werkelt seit heute ein Elitegroup-Mainboard (ja, ist mir schon klar – ich verliere jetzt bestimmt jeglichen Rest-Respekt unter sämtlichen Admin-Kollegen). Um genauer zu sein, handelt es sich um das, in der Szene ziemlich verhasste, K7S5A mit dem SiS 735-Chipsatz.

Wie auch immer: Dass das Board seinen schlechten Ruf nicht von ungefähr hat, durfte ich heute noch einmal am eigenen Leib erfahren: Am Knackpunkt RAM hats diesmal auch mich erwischt: DDR-RAM (Noname) – keine Reaktion nach dem Einschalten. SD-RAM: Läuft. Na fein, dann eben mit SD-RAM. Ist bei einem Server nicht weiter tragisch – die Kapazität ist ohnehin dieselbe und wenn das Mainboard großzügigerweise beide RAM-Arten schluckt, warum nicht. Aber, und da muss ich jetzt einfach mal widersprechen, einmal eine Konfiguration gefunden, mit der das Mainboard zusammenarbeitet, ist es sehr sehr stabil – trotz des niedrigen Preises, durch das es sich seit je her auszeichnet. Und genau deswegen hat es jetzt für, inzwischen, Knut III. seine Chance bekommen. Denn leider wurde das Asus-Mainboard (A7V133) in den letzten 2 Wochen immer instabiler. Heute ein System-Freeze, morgen ein BSOD – so ging es die letzten Tage immer mal.

Nach einer halben Stunde war der Umbau abgeschlossen, nach weiteren 3 Stunden wurde auch das Windows zur Kooperation mit dem neuen Mainboard überzeugt, ein guter Wert – wenn man die Story von Mark kennt, der Windows in 5 Stunden (oder weniger) installiert.

Merkwürdig ist allerdings noch das Temperaturempfinden vom Prozessor: Während der Athlon XP 1800+ mit 50-60°C vor sich hin schwitzte, hat der Athlon XP 2000+ auf dem ECS-Mainboard, trotz 133 MHz mehr und demselben Gehäuse und den selben Lüftern, ~15°C weniger – er rennt mit 40-43°C seine Kreise. Und das soll einer verstehen… Laut Google soll das wohl daran liegen, dass das Asus-Board einige Probleme mit dem VCore haben soll – da ist das wohl etwas großzügig. Das wage ich zwar zu bezweifeln, ist mir jetzt aber auch egal, ätsch 😛

Ob und wie sich Knut III. mit dem Unterbau von Horst I. schlägt und ob das System die von Horst I. bekannte Stabilität aufbringen kann, wird die Zukunft zeigen – mal sehen…

Früher war alles besser

…aber echt mal. Wenn früher ein Treiber der Meinung war, nicht mit dem Rest des Systems kooperieren zu müssen, dann gab es einen Bluescreen. Joah, den gibts heute auch noch. Aber früher konnte man dann den Treiber abgesichert löschen. Und genau DAS geht heute nicht mehr – anscheinend.

Aber fangen wir mal von vorne an. Es war einmal vor langer Zeit, als man noch in das Gute am Chipsatztreiber geglaubt hatte… Da installierte man auch mal den offiziellen Treiber. Na schön. Und das Ende vom Lied? Ein Bluescreen – bei der Netzwerktreiberinstallation. Sehr gut. Natürlich auch beim Neustart wieder ein Bluescreen. Gut, dann gibts ja noch die F8-Taste. Die dient, für alle nicht-insider, des Aufrufs des Boot-Menüs, in dem man sich u.a. aussuchen kann, ob man abgesichert starten will. Tut man dies, startet ein recht naktes Windows ohne Verwendung fremder Treiber. Prima! Dann kann man ja den neuen, BSOD-verursachenden Treiber deinstallieren und wieder normal hochfahren.
Früher ging das auch. Heute, inzwischen ist man in den Tiefen des Internets auf alternative Treiber, die zwar inoffiziell sind, aber Stabilität versprechen, gestoßen, ist das ein bisschen anders. Okay, fairerweise muss dazugesagt werden, dass ein etwas älterer der inoffiziellen Treiber problemlos geht. Gut, aber der neuere machte, oh Wunder, genau dieselben Zicken wie sein offizeller Kollege. Aber der inoffizielle setzt noch eins drauf: Nach seiner Installation war das Windows ganz weg. Nichts mehr, kein Startlogo, nichts. Schwarzer Bildschirm. Aber nicht nur beim normalen Startmodus, nein, auch beim abgesicherten…

Mal gut, dass es hier ein XP ist, was da tot zu sein scheint, denn ein Windows 2000 hätte eine Reperatur nicht überlebt – zumindest durfte ich in näherer Vergangenheit diese Erfahrung bei meinem Vater machen (der jetzt auch XP hat). Also Installations-CD rein, booten und reparieren lassen. Dann wurde es spannend: Der erste Neustart … und: Tadaaa: Das Bootlogo ist wieder da – Erleichterung machte sich breit. Aber dann ging es wieder los: „Geben Sie bitte Ihren Windows-Produkt Key ein“ – für eine REPERATUR! Na schön. Soll er halt seine dumme Seriennummer bekommen… Er machte weiter mit reparieren. Also gings auf zum ersten Neustart ohne Setup-Fortsetzung und der dumme Willkoommen-Assistent begrüßt mich. Willkommen – blah, weiter. „Möchten Sie Ihr Windows jetzt aktivieren oder in ein paar Tagen daran erinnert werden“ – ich habe mir mal letzteres ausgesucht, weil ich der Meinung war, dass ich nichts am System geändert habe und somit die Aktivierung noch passen müsste. Natürlich nicht! Nachdem der Assistent überwunden war, kam dann auch gleich diese nette Eingabebox, dass ich das Windows, so ich es denn verwenden möchte, jetzt aktivieren müsse… Naja, dann muss es halt gemacht werden, der Nachmittag war eh schon gelaufen… Der Computer am Telefon (Internet ging ja nicht, Netzwerktreiber…) konnte, wie üblich, den SBE-Key nicht verifizieren und hat mich zu einem Menschen weitergeleitet. Bzw. mehr zu der Ansage, dass im Moment alle Service-Mitarbeiter belegt sind – und dann zu einem Menschen, der dann nach 2 kurzen Fragen die Verifizierung freigegeben hat (warum eigentlich nicht gleich so?)…

Ein abschließender Besuch bei Windows-Update und das Neu-Aufspielen des älteren inoffiziellen Chipsatztreibers und ein Neustart, und der Horst läuft wieder, wie es von ihm erwartet wird.

So viel Spaß wollte ich heute eigentlich gar nicht haben… :-/