Was ist los bei WordPress Deutschland?

Bei WordPress Deutschland stimmt etwas nicht. Zuerst stellt man eine, wie sich im Nachgang herausstellte, lächerliche Umfrage ins Netz, ob man das Kind nun „Header“, „Kopfzeile“ oder „Kopfzeilenbild“ nennen solle. Das ist per se noch nicht albern, wird es aber dadurch, dass eine erschreckende Mehrheit, alleine in den Kommentaren; eine Forensuche ist ebenso eindeutig, für Header tendiert und mit fadenscheinlichen Argumenten (Anfänger, die sich WP durch eine Agentur installieren lassen und dann den Style selber entwickeln…alles klar *rolleyes*) dann letztlich die Kopfzeile einfach genommen wird. Ladies and Gentlemen, das nennen wir dann Demokratie:

Noch lustiger finde ich allerdings, dass sie ja keine „Sprachnazis“ seien und deshalb niemals etablierte Begriffe eindeutschen würden. „Verschlagwortet“, anyone?

Meinten Sie: Medallienspiegel

Vielleicht erinnert sich noch jemand an Olympia 2008. Da war das unsere krasse Board zufällig aufgrund eines Rechtschreibfehlers erster bei Google.

Für dieses Jahr gibt es selbstverständlich ebenfalls einen Thread. Natürlich aus demselben Grund wie vor 2 Jahren ebenfalls mit Absichtstypo in der Überschrift. Aber Yahoo setzt noch einen drauf:

Es heißt MEDAILLENSPIEGEL! 😀

Warum?

…das ist eine Frage, die die meisten Menschen beschäftigt. Also so richtig beschäftigt. Andere hingegen beschäftigt sie nicht. In keinster Weise, praktisch. Aber von vorn.

Also: Dies ist die Geschichte unseres reizenden Chefredakteurs bei IchSpiele. Dieser hat neben IS noch eine weitere Web-Seite, die Sajonara heißt und schon eine Weile existiert. Soweit, so gut, doch das Schreiben alleine kann oft langweilig sein. Das ist der Grund, warum der gute Herr eine zweite Person anheuerte, die die Seite mit etwas Inhalt füllen sollte.

Dies hat er dann einige Zeit getan – und ist damit offensichtlich verschiedenen Leuten auf den Schlips getreten. Jedenfalls haben sich letztes Jahr im Oktober die Anwälte beim Herrn Chefredakteur gemeldet und wollten verhindern, dass er die Falschaussagen weiterhin verbreitet, inkl. Unterlassungserklärung und Anwaltsrechnung. Ein zweiter Brief, der inhaltlich fast identisch zum ersten ist, aber kleinere Brötchen backt, war ebenfalls im Briefkasten. Dort geht es um die Löschung der falschen Inhalte, anderenfalls werde man vor Gericht ziehen. Dem Löschen kam man selbstredend nach und informierte den eigens eingeschalteten Anwalt, der seinerseits die gegnerischen Parteien unterrichtete.

Was nun folgte, war eine Zeit lang Funkstille. Doch gestern bringt die Post einen großen Brief, dessen Inhalt von einer Klage am LG Hamburg berichtet. Interessanterweise vom Absender des zweiten Briefs s.o. Man wolle erkämpfen, dass

  • die Unterlassungserklärung unterschrieben wird
  • die Anwaltsgebühren (aus dem ersten Brief) samt Zinsen bezahlt werden
  • die Kosten des Streitwerts in Höhe von 60000 Euro bezahlt werden

Wie dem auch sei: Die Inhalte wurden gelöscht, und zwar innerhalb der gesetzten Frist, und die beiden agierenden Anwälte haben sich ausgetauscht, wieso die Unterlassungserklärung nicht unterschrieben wurde. Warum also wird in dem Fall überhaupt geklagt? Das wissen die Kläger wohl selbst nicht.

HP DeskJet 880C vs. Mac OS X 10.5 Leopard

Apple verspricht ja, dass das Drucken mit Mac OS X einfach ist. Es ist so einfach, dass man nicht einmal Treiber braucht, weil das Betriebssystem schon die passenden mitbringt. “Too insanely great to be true”.

Jedenfalls trifft das bei meinem geliebten HP DeskJet 880C nicht zu. Angesteckt, Leopard findet einen Treiber und gut. Sieht toll aus. Der Drucker hat sogar ein schickes Passbild. Aber: Druckt nicht. Druckt so Mist wie:

STATUS:$HB0$FC0f,DN,Ií VíMFG:HEWLETT-PA,fARD;MDDLE,CUT;   880C;CMD:MLC,PLC,PML,CL

Aber halt! Wer sich einen Treiber aussuchen möchte, findet auch noch einen Gutenprint-Treiber. Jawoll! OpenSource ftw!!!
Aber _wesentlich_ besser ist der auch nicht. Er druckt zwar, aber nur die ersten 5 Zeilen. Den Rest druckt er 4 Pixel hoch auf eine Zeile.

Des Rätsels Lösung waren die uralt-Treiber von der HP-Seite. Diese sind zwar momentan PPC-only, aber zumindest *noch* gibts ja Rosetta, sodass man auch auf Intel-Macs seinen Spaß haben kann.

Aber einmal mehr – genau wie beim Scanner – die Lösung war nicht trivial. Weder war die Hardware exotisch, noch lag ein Anwenderfehler vor. Und! Unter Windows ging sowohl das eine als auch das andere – out of the box. Der Drucker sogar auf Vista (und Windows 7) x64 – mit MS-Treibern.

Die Mac-Plattform in allen Ehren. Aber die Mac-User erzählen immer, es gäbe keine Probleme. Oder zumindest dramatisch weniger.
Ehm. Wenn etwas unter Windows (im Durchschnitt) Stress macht, sind es die Treiber. Bei 2 Geräten habe ich nun aus eigener Erfahrung auch Probleme auf Mac. Könnte mir umständehalber mal jemand erklären, wie “weniger Probleme” beim Mac aussehen? So im Vergleich zu Windows?

PS: Dass Mail aus mir nicht bekannten Gründen abstürzt und der Finder wegen des Trennens der WLAN-Verbindung (obwohl noch eine Freigabe geöffnet war) einfriert, sind auch Probleme. Zumindest das mit dem WLAN und dem Standard-Dateimanager hat Microsoft im Griff.

Windows Vista: Dateien freigeben wie bei XP

Viele von euch kennen vielleicht noch Windows XP und können sich dunkel erinnern, dass es dort nicht besonders kompliziert war, Ordner im Netzwerk freizugeben. Das hat innerhalb von Sekunden funktioniert und ging ohne Passwortabfrage.

Während Windows XP auf Windows 2000 basiert und auf den Desktop- und vor allem Heimgebrauch getrimmt wurde, basiert Windows Vista auf Server 2003, welches ein Server-OS ist und sich auch entsprechend benimmt. Will heißen: Windows erwartet normalerweise eine Anmeldung für den Zugriff auf freigegebene Ordner.

Relativ einfach ginge das mit dem von Microsoft dafür vorgesehenen “Shared Documents”-Ordner. Alte Windows-Hasen und Fans von Explorer-Ersetzungen (wie dem Total Commander) ist das zum Einen nicht flexibel genug und zum Anderen ist nicht trivial, wo dieser ominöse Ordner zu finden ist. Glücklicherweise gehts aber dennoch so wie aus XP gewohnt. Und wie uns Murat zeigen wird, kann dann auch ein nicht-Windows-System darauf zugreifen.

In dem Beispiel wollen wir einen Ordner, der im Wurzelverzeichnis der Festplatte C liegt, freigeben.

  1. Gehe Systemsteuerung, Netzwerk- und Freigabecenter
  2. Scrolle nach unten, suche:

    • Freigabe von Dateien >> AN
    • Kennwortgeschütztes Freigeben >> AUS
  3. Wer den öffentlichen Ordner nicht nutzen möchte, kann ihn ebenfalls dort ausschalten.
  4. Gehe zu dem freizugebenden Ordner, Rechtsklick, Freigabe. Es öffnet sich dieses übersichtliche Fenster.
  5. In der Zeile, in der der Cursor blinkt, kann ein Benutzername eingegeben werden, der zugreifen darf. Klick auf den Pfeil am Ende des Felds und es öffnen sich alle lokal verfügbaren Benutzer. Wenn für den Zielordner keine Restriktionen (Passwort-Eingabe etc.) existieren sollen, dann sollte “Gast” ausgewählt werden (egal, ob der Gast-Account für die Benutzeranmeldung im System aktiviert ist oder nicht)
  6. Klick auf “Hinzufügen”
  7. Bei “Berechtigungsebene” können die Rechte eingestellt werden, denen sich der ggf. angemeldete Benutzer auf dem Zielrechner unterwerfen sollen. “Leser” kann beispielsweise keine Daten verändern.
  8. Klick “Freigabe”
  9. Warte einen Moment
  10. Klick “Fertig” (wer auf Pfadeingaben steht, kann sich auch den Pfad merken, der einzugeben ist, den Windows freundlicherweise mit angibt)

Und schau an, sogar ein Mac OS kann nun darauf zugreifen – und das ohne Eingabe eines Passworts:
dateifreigabeaufmac
(danke an siebenundsiebzig für das Bild)

Eine Freigabe wieder aufzuheben, ist etwas einfacher. Einfach Rechtsklick auf den freigegebenen Ordner, “Freigabe…”, “Freigabe beenden”.

Der Host-Rechner für diese Anleitung war ein Vista Business mit SP1, die Client-Rechner waren ein MacBook mit Mac OS X 10.5.7 sowie unser aller Server mit Windows Server 2003 Enterprise Edition.
Da Mac OS X genau wie Linux auf Samba zurückgreift für Windows-Freigaben, nehme ich an, dass auch Linux in der Lage sein wird, auf diese Vista-Freigabe zugreifen zu können.

Update von Vista auf Windows 7 RC1 schlägt fehl

Hallo Microsoft!

Da ihr seit der RC1 von Windows 7 auf den netten Link “Kommentare?” in der Titelzeile der Fenster verzichtet, packe ich mal möglichst viele Buzzwords in den H1-Tag.

Folgendes. Ich habe versucht, Horst auf Windows 7 zu aktualisieren. Es ging dabei selbstverständlich um die 64-Bit Versionen von Vista und 7. Eine frische Installation von Windows 7 auf einer separaten Partition hat funktioniert. Das Update leider nicht.

Was ist passiert? DVD eingelegt, Setup aufgerufen, Upgrade geklickt, Windows-Updates herunterladen lassen. Setup hat die Daten gesucht und über 400000 gefunden, die es zu bearbeiten galt. Danach wurde der Kopiervorgang gestartet. Reboot. Dateien werden expandiert, Features installiert… Reboot. Bis hierher waren wir bei einer guten halben Stunde angekommen, was durchaus ok ist für eine OS-Installation. Als letztes kam “Dateien, Einstellungen und Programme werden übertragen” – da war ich sehr geduldig. Länger als 3 Stunden habe ich gesehen, dass ich nichts sehe. Keine Festplattenaktion, kein Fortschritt. Nur die drei Punkte waren weiterhin animiert. Schließlich habe ich dem Rechner den Gnadenschuss gegeben und ihn ausgeschaltet und wieder eingeschaltet.

An der Stelle nach dem Bugreport noch ein Lob – denn dass Setup auf die Idee kommt, bei einem solchen Fehlversuch die alte Installation wieder herzustellen, ist schon ziemlich cool. Auch dass es funktioniert – und vor allem nur 3 Minuten dauerte! – stellt den Anwender nach all dem vergeblichen Warten sehr zufrieden.

Zurück im Vista wird man dann mit der folgenden netten Dialogbox begrüßt:
win7-upd
Was die Dialogbox offensichtlich nicht gesehen hat, ist, dass der Update-Advisor bereits grünes Licht für ein Update auf Windows 7 gab.
So, das war mein Bugreport. Da ich eigentlich vorhabe, Windows 7 so bald es kommt einzusetzen, wünsche ich mir dass dieser Fehler bis dahin behoben ist. Denn ich bin mir noch nicht so wirklich sicher, ob ich dann Bock auf eine frische Installation habe.