Hm. Wie sieht ein Vista Blue Screen aus? (UPDATE!)

Für alle, die sich diese Frage schonmal gestellt haben und zufällig keine ATI-Grafikkarte nebst Catalyst-Treiber zu Hand hatten und bisher keine Stabilitätsprobleme hatten, habe ich eine Lösung: Wir basteln uns einen Blue Screen of Death (besser bekannt als BSoD).

Da die Sache ernst ist, hier kurze Warnhinweise:

  • Ein BSoD ist KEIN Spaß! Er hat ZWANGSLÄUFIG einen Neustart zur Folge und es gibt KEINE Chance, bis dahin nicht gespeicherte Daten zu sichern!
  • Also macht ALLE Anwendungen, die Daten von euch beinhalten vorher zu!
  • Versichert euch, dass NIEMAND anderes zusätzlich eingeloggt ist
  • Macht das wenn dann nur auf eurem eigenen Rechner!
  • Diese Anleitung dient AUSSCHLIESSLICH zu Test- und Lehrzwecken
  • Ihr habt diesen Tipp nicht von mir

Was genau brauchen wir dafür. Ironischerweise reichen Microsoft-Tools dafür. Eigentlich Sysinternals-Tools, aber da Microsoft die ja gekauft hat, sinds Microsoft-Tools.  Jedenfalls sind sie gut über gängige Suchmaschinen zufinden. Das Programm, um das es genau geht, heißt „Process Explorer“ und ist im Wesentlichen das, was der Taskmanager gerne wäre. Sehr zu empfehlen dieses Programm, ABER man kann auch jede Menge Unfug damit anstellen. Und das machen wir jetzt.

Der Process Explorer sieht erst einmal wie folgt aus:
process-explorer

Schön und gut, bis hierher kann das der Taskmanager auch noch. Wir suchen uns eine schicke EXE-Datei… Nennen wir sie „WININIT.EXE“, machen Rechtsklick und klicken auf „Kill Process“. Es kommt eine Warnmeldung, die wir natürlich akzeptieren müssen.
process-explorer2 process-explorer3

Danach werdet ihr mit einem blauen Bildschirm bzw. einem Reboot belohnt – je nach dem, was eingestellt ist.

Ihr könnt auch auf gleiche Art und Weise „WINLOGON.EXE“ abschießen, dann dreht Windows ersteinmal durch und meldet euch schließlich ab. Das hat zwar keinen Reboot zur Folge, aber trotzdem den Verlust aller Daten, die noch nicht gespeichert waren.

Ihr müsst zugeben – diese Variante ist _deutlich_ einfacher, als die, die Windows 2000 angeboten hat

UPDATES:
1) Auf vielfachen Wunsch… Der Vista’sche BSOD sieht wie folgt aus:

2) Für Windows XP gibts das auch. Allerdings müsst ihr hier eine andere Datei abschießen, funktioniert aber genauso. Die Datei ist hier die CSRSS.EXE. Sieht dann so aus (Danke an siebenundsiebzig fürs Ausprobieren und den Screenshot) – mit schickem ATI-Artefarkt:

Nur der Vollständigkeit halber

Es war einmal. Ein MSI K8N SLI und eine GeForce 7900 GT. Diese funktionierten nicht zusammen. Nach einem Zurückschicken und einem Wiederbekommen (nach 2 (ZWEI) Monaten!) – dasselbe. Nachdem klein rellek höchst persönlich im Laden war, und sie da angeblich ging (zu Hause aber nach wie vor nicht), gings ab zu einem anderen Laden, bei dem die Karte abermals ging. Das Ergebnis: Ein neues Netzteil (okay, seit dem neuen Netzteil geht die alte ATI irgendwie besser, aber egal. Ich will nVidia!). Geholfen hat das aber auch nicht.

So. Da an dem Debakel – unter der Annahme, dass die Grafikkarte okay ist, nur noch das Mainboard schuld sein kann, kam ein neues Mainboard, das Asus A8N32-SLI, ja genau das, was alle möglichen Awards abgeräumt hat. Und seither hab ich es nicht noch einmal wieder hinbekommen, dass die Karte ein ordentliches Bild abgibt. Sieht so aus:
Asus-GeForce-Fehler

Ich bin geflasht. Aber negativ. Ihr glaubt ja gar nicht, was das für eine deprimierende Arbeit ist, ständig das Mainboard (mit sämtlichen Features, wie CPU und auch dieses Front-Panel am Gehäuse) zu wechseln und neu anzuschließen.
Kreisch.

PS: Falls das so rüberkommt, als ob die Mainboards defekt sind: Das ist natürlich nicht so, die scheinen beide ordentlich zu funktionieren. Es liegt wohl eher an der Grafikkarte. Nur leider hab ich keine PCI-Karte da und die GeForce wäre auch meine erste PCI-X-Karte gewesen. Und AGP und PCI-X gibts ja leider nur sehr vereinzelt auf einem Mainboard. *grml*.