Standard ist langweilig

Da ja nun der Firefox 3.0 so gut wie fertig ist – es wurde ja vor kurzem die RC1 veröffentlicht – ist es an der Zeit, etwas Neues zu probieren. Beispielsweise die Firefox 3.1-pre-Alpha, die täglich aktualisiert wird.

Es war nur etwas Handarbeit bei den Addons notwendig, denn die meisten wollten mit Mühe freiwillig mit dem 3.0 zusammenarbeiten, aber es läuft soweit alles. Und weiter geht das fröhliche Beta-Testen 🙂

(Ja, ich hatte auch kurz die offizielle 3.0 RC1 drauf. Aber irgendwie fehlt etwas, wenn nicht jeden Tag ein Update kommt 🙁 )

Ich habe dasselbe Problem wie unter Linux

…nur dass ich hier keine Konsole zum Lösen brauche.
Wer verwirrt ist, der kann weiterlesen *g*

Also. Es ist ist ja so. An der HTWK gibt es viele Linux-Rechner. Und manchmal ist einem auch nur langweilig. Dann setzt man sich vor einen solchen Rechner und versucht, Flash-Spiele, die es ja reichlich gibt, zu spielen. Aber irgendwann friert der ganze Firefox ein. Das ist Mist.

Ich – als bekennender Firefox-Nightly-Build-Nutzer – habe nun seit 4 Tagen dasselbe Problem. Nur dass es keine Flashspiele sein müssen, es reicht schon YouTube. Aber nicht auf YouTube.com, sondern die eingebetteten. Normalerweise einfach auf „play“ klicken, dann auf „Pause“ und warten. Das reicht schon. Wenn nicht, dann abspielen. Irgendwann frierts dann schon ein. Aber manchmal, und das ist noch ärgerlicher, reichts auch, dass einfach nur der Player samt Teaser-Bild geladen wird. Was passiert? Nichts mehr – Firefox ist zu keiner Reaktion mehr bereit. Da hilft dann der Taskmanager, oder verzweifelt auf den X-Knopf drücken und Windows versichern, dass man kein Bock mehr auf Warten hat. Unter Linux muss die Konsole herhalten – Process-ID herausfinden und dann mit kill – beides in der Konsole.

Nun aber Preisfrage: Woran liegt das? Hat jemand eine Lösung dafür? Am Flashplayer selbst scheints jedenfalls nicht zu liegen. Den habe ich mehrmals gelöscht und wieder installiert, inzwischen den top-aktuellen – aber es hilft nicht. Wirds wohl am Firefox liegen: Wenn jemand eine Lösung kennt, bitte bescheid sagen – es nervt :=)

Vista im Selbstversuch (III)

“Das Leben, wie es sein sollte” – damit macht ein bekannter Hersteller einer ebenfalls bekannten Limonade Werbung. Ein ähnliches Gefühl habe ich heute auch bei meinem Vista gehabt.

Heute war nämlich der große Spieletag. Solitär, eines der mitgelieferten Windows-Spiele, die im Übrigen alle neu gemacht wurden, hatte es mir besonders angetan. Und schwupps, purzelten die Rekorde. Letzter Stand ist etwas mehr als 10000 Punkte; jetzt haben die Mitbenutzer meines Rechners (ebenfalls Vista-Solitär-Junkies) erst einmal was zu tun, deren Rekord war nämlich bei 8514. Die anderen Bestwerte von heute waren alle von mir:
solitar
Doch das war noch nicht alles. Im Rahmen der GamePorts-Serie “Heute vor zehn Jahren” stehen noch ganze zwei Spiele aus. Da wäre zum einen Fallout (1) von 1997 zu nennen und zum anderen Grand Theft Auto (1), ebenfalls von 1997. Während es bei GTA nicht ganz so verwunderlich ist, dass es ohne Probleme läuft (schließlich wurde es ja vor kurzem im Zuge einer kostenlosen Veröffentlichung von Rockstar Games überarbeitet), ist es beim wirklich zehn Jahre alten Ur-Fallout schon so etwas wie ein kleines Wunder, dass es läuft. Vor allem, und das ist bei Vista das erste Mal bei einem NT-basierten Windows, läuft Fallout ohne Kompatibilitätsmodus – im Gegenteil: Wird der Kompatibilitätsmodus eingeschaltet (sodass beispielsweise Windows 98/Me emuliert wird), gibt es Bildfehler. Einzig der Taskmanager sollte geschlossen sein, während das Schätzchen gespielt wird, denn durch dessen regelmäßige Aktualisierung der Daten scheint Fallout ganz nervös zu werden und macht spontanerweise den Bildschirm schwarz, will man wieder etwas sehen, muss man dann über jeden Pixel mit dem Mauszeiger fahren, doch nur wenige Sekunden später fängt derselbe Spaß von vorn an. Eine weitere Überraschung war Pro Pinball: Timeshock!, das wir aber schon getestet haben. Das lief unter Windows XP nur ordnungsgemäß, wenn der neuste Patch installiert war und das Spiel im Kompatibilitätsmodus für Windows 95 oder 98/Me betrieben wurde. Die Sache mit dem Patch ist dieselbe, nur den Kompatibilitätsmodus sollte man ausgeschaltet lassen, sonst kommen, erstaunlicherweise, dieselben Bugs, die man im Windows XP ohne Kompa-Modus hatte (nämlich dass die Flipper entweder zu spät oder gar nicht reagieren). Ebenfalls sollte der Zappelphilipp von Taskmanager ausgeschaltet werden, sonst ruckelt die Pinball-Simulation. Aber es läuft!

Aber die Glücksgefühle hören an dieser Stelle noch nicht auf. Auch der Firefox (der bei mir Minefield heißt, weil ich eine tagesaktuelle Build verwende) benimmt sich gegenüber Links aus Windows-Programmen (z.B. Instant-Messengern) so, wie es von ihm als Standardbrowser erwartet wurde. Hierbei ist zu sagen, dass das, was man gerne mal bei Google findet (weil es gut im Rank liegt) falsch ist. Nein, in Windows Vista ist die iexplore.exe NICHT fest verdrahtet mit Links aus Programmen! Viel mehr ist es so, dass im Vista ein Standardbrowser nicht gleich Standardbrowser ist. Allerdings muss ein Browser (und dabei ist es egal, ob es vielleicht auch Opera oder ein ganz anderer sein soll) unbedingt installiert werden. Vorher gibt es nichts mit Standardbrowser. Nachdem er installiert ist, wird er fragen, ob er sich als Standardbrowser im System verewigen darf. Die Antwort auf diese Frage tut aber nichts zur Sache, es werden hier lediglich HTML-Dateien verknüpft und festgelegt, dass ein HTTP-Protokoll mit eben jenem Browser geöffnet werden sollte. Aber die meisten Windows-Programme stört das unter Windows Vista wenig. Doch auch hier gibt es eine Abhilfe. Stellen Sie erst einmal sicher, dass, aufgrund der schnellen Erkennung, kein Desktop-Icon Ihres favorisierten Browsers vorhanden ist. Gehen Sie dann ins Startmenü und zu “Standardprogramme”. Es öffnet sich ein Fenster, hier wählen Sie “Programmzugriff und Computerstandards festlegen”. Falls der Punkt noch nicht gesetzt ist, setzen Sie ihn bei “Benutzerdefiniert” und klicken Sie auf den Doppelpfeil in derselben Zeile. Klicken Sie jetzt bei “Wählen Sie einen Standardbrowser aus” auf Ihren favorisierten Browser, also z.B. Firefox oder Opera und anschließend auf “OK”. Wenn jetzt auf dem Desktop eine Verknüpfung zum ausgewählten Browser erstellt wurde, dürfte alles geklappt haben. Nun müssen nur noch Programme, die Links beinhalten (wie Instant-Messenger) neu gestartet werden. Der Einfachkeit halber kann auch der gesamte Computer neu gestartet werden. Danach dürften alle Links in Ihrem favorisierten Browser aufgerufen werden.

Das Browserkarusell dreht sich

Was macht man an so langweiligen Tagen wie dem heutigen? Man schaut Formel 1 😛 Und nachdem die vorbei ist? Hm… Man könnte Browser testen. Eine gute Idee 😀 So tat ich das heute – der große Browsertest der Internetbegleiter für Windows. In den Hauptrollen: Mozilla Firefox 3.0 Alpha, Opera 9.21, Safari 3.0.2, Internet Explorer 7. Ich hoffe ich habe keinen vergessen. Aber von den „echten“ Browsern (sprich die, die ihre eigene Engine etc. mitbringen) gibts afaik nur die o.g.

Den Anfang soll mal der Internet Explorer 7 machen.
Respekt. Ca. 4 Jahren nach seinen Konkurrenten hat er es auch gelernt mit Tabs umzugehen. Aber das wars auch schon fast. Die betont minimalistische Oberfläche wirkt, wie ich finde, viel zu unübersichtlich. Außerdem gibt es keinen eingebauten Werbefilter (und auch keiner, der mir bekannt wäre, der sich leicht nachrüsten ließe). Also überspringen wir den Kandidaten mal ganz schnell. Außerdem hat er ja ohnehin schon den größten Marktanteil auf Windows-Rechnern – und Standard ist langweilig 😀

Weiter gehts mit dem Newcomer Safari für Windows.
Der sollte ursprünglich die Mozilla-Gecko-Engine bekommen, doch dann kam alles anders und Apple entschied sich lieber für die KHTML-Engine aus dem KDE-Browser Konqueror. Immerhin: Durch diese Entscheidung wurde die Engine sehr schnell ziemlich ausgereift, was man jetzt auch unter Windows betrachten darf. Weniger schön ist, dass Besitzer eines nicht-englischen Windows-Systems bis zur dritten Beta-Version so gut wie ausgesperrt waren von dem Programm. Wie dem auch sei. Was mir aber so gar nicht gefällt, ist der Skin vom Safari-Browser. Nach jahrelangen Windows-Erfahrungen ist die Mausrichtung nach ganz oben rechts schon sowas ähnliches wie ein Reflex für das Schließen eines maximierten Fensters. Aber nicht mit Safari. Nicht genug, dass bei einem solchen Klick bei Safari nichts passiert, weil der X-Knopf nicht dort zu treffen ist, nein, das dahinterliegende Programm wird stattdessen geschlossen. Auch hier gilt dasselbe wie beim Internet Explorer – der Safari ist ein Browser, aber kaum etwas mehr. Auch hier fehlt ein Werbeblocker, beispielsweise. Also legen wir auch diesen Browser bei Seite.

Unser nächster Probant ist der Firefox in einer Nightly-Build der Version 3.0
Dieser Browser durfte bei mir schon recht lange seine Runden drehen. Durch sein Adblock-Plugin haben wir die erste Hürde schon überwunden *g* Jedoch ist es nach drei Jahren der exessiven Firefox-Benutzung Zeit, mal etwas anderes zu probieren.
…und dieses andere ist…

…der Opera-Browser!
Opera-Anwender, und je länger desto „schlimmer“, schwärmen schon lang von „ihrem“ Browser – ähnlich wie „absolut überzeugte“ Firefox-Anwender. Aber wie sieht es aus, wenn man versucht, einfach mal Opera auszuprobieren? Also zuerst einmal bleibt festzuhalten, dass der Firefox beispielsweise sinnvollere Standardeinstellungen hat, beispielsweise bei den Cache-Einstellungen. Denn dieses ist beim Opera recht ausgereift, z.T. zu ausgereift. Denn der Browser nimmt, zumindest über weite Strecken, an, dass eine gleiche URL innerhalb einer kurzen Zeit (z.B. 5 Minuten) auch noch dengleichen Inhalt hat. Jedoch wissen es Forengänger besser, dem ist häufig nicht so. Doch wenn die Einstellungen ersteinmal an die eigenen Bedürfnisse angepasst sind, dann fängt Opera an, mit seinen Stärken zu glänzen. Er ist ein Browser, der unerwartet viele Funktionalitäten bietet, beispielsweise ein kompletter E-Mail-Client. Auch die Möglichkeit, Web-Inhalte (z.B. Werbung) zu blockieren, existiert von Haus aus. Dabei ist der Browser aber auch sehr schön schnell, vor allem beim Start. Weniger schön ist, dass die Symbolleisten nicht wirklich flexibel sind. Beispielsweise die „Persöhnliche Leiste“, die ich für sehr oft besuchte Bookmarks missbrauche. Die grundsätzliche Position (oben, unten, links, rechts) ist zwar anpassbar, aber, zumindest habe ich es noch nicht gefunden, es ist unmöglich, die Reihenfolge der Leisten zu verändern (z.B. die „Persöhnliche Leiste“ unter die Tab-Leiste soll). Das einzige aber, was richtig nervend ist, ist der Hotkey für den „accesskey“ (also z.B. in Foren einen Beitrag abschicken mit ALT+S, wobei das S im HTML-Quellcode festgelegt werden kann). Der hat im Opera-Browser tatsächlich den sensationellen Hotkey von SHIFT+ESC+S (wobei S auch hier frei wählbar im Quellcode ist). Na prima. Wer hat sich denn das ausgedacht? Naja, wenn jemand weiß, wie man dieses Verhalten vielleicht doch ändern kann, der kann sich ja in den Kommentaren verewigen 🙂

Auf jeden Fall nehm ich jetzt erstmal den Opera-Browser – um mal etwas Neues zu probieren. Mal sehen, wie lang ich das aushalte 😀

Firefox 2.0 Beta 2 – deutsch

Lange durften wir auf ihn warten – aber nun ist er endlich da 🙂
Der Firefox 2.0 Beta 2 – und sogar auf deutsch.

Der Download der aktuellen Entwicklerversion (die i.d.R. weniger Bugs beinhaltet als der „offizielle“ Beta-Release) befindet sich hier für Windows (als Installer), hier für Windows (als ZIP – einfach auspacken und aufrufen) und hier für Linux.

Was alles neu ist, findet sich in englischer Sprache in den Release-Notes dazu. Aber aufgefallen ist mir bisher, dass sich die Tabs merken, in welcher Reihenfolge der Anwender sie geöffnet hat. Heißt, wenn ich in Tab #1 einen Tab #2 und #3 geöffnet habe, klicke in Tab #3 und schließe ihn, springt das Fenster nicht mehr nervigerweise auf Tab #2, sondern zurück auf Tab #1. Auch werden die HTML-Boxen, die für WYSIWYG-Editoren genutzt werden, jetzt wie eine Text-Area unterstützt, also auch mit Kopieren und Einfügen im Kontextmenü. Sehr nett ist auch die Performance des neuen Firefox – er macht einen viel schnelleren Eindruck beim Rendern von Seiten. Etwas vom Internet Explorer 7 kopiert hingegen wirkt die etwas aufpolierte Optik. Allerdings finde ich, dass das ganze ziemlich genial aussieht.

Einen Blick ist diese Version also auf jeden Fall wert!

Update: Das passende deutsche Wörterbuch findet sich hier. Der WYSIWYG-Editor wird i.Ü. nicht von der Rechtschreibprüfung verschont – sehr geil 🙂