Microsoft Update nicht benutzbar

Der eine oder andere von euch wird, vorbildlich wie ihr seid!, schonmal was von Windows-Update gehört haben. Wer dem Frieden nicht traut, der hat die automatischen Updates deaktiviert, denkt aber im selben Atemzug immer am zweiten Dienstag im Monat, 19 Uhr deutscher Zeit, daran, Windows Update auszuführen. Denn dann ist Patchday und es werden die neusten Sicherheitsfixes (und manchmal auch sonstige Bugfixes) vom Stapel gelassen.

Wer Windows bis XP einsetzt, wurde hierfür freiwillig gezwungen, den Internet Explorer zu nutzen. Mit Windows Vista hat Microsoft ein Einsehen gehabt und diese Funktionalität komplett in die Systemsteuerung, ohne Internet Explorer, eingebaut. Daher wird dem ein oder anderen dieser Bildschirm schonmal begegnet sein:

Ganz groß im gelben Kasten wirbt die Software hier für Aktualisierungen weiterer Produkte. Ein Klick darauf öffnet, obwohl er nicht der Standardbrowser ist!, den Internet Explorer, der dazu einlädt, die Nutzungsbedingungen zu lesen und dann Microsoft-Update zu aktivieren.

Den Nutzungsbedingungen muss man zustimmen, um den Dienst nutzen zu dürfen, also sollte man sie auch mal lesen. Doch was ist das?

Nicht gefunden? Gibt es keine Nutzungsbedingungen für deutsche Benutzer? Oder dürfen wir Microsoft Update nicht benutzen? Oder ist das eine logische Konsequenz daraus, dass ohnehin sonst niemand sowas liest?

Eine Antwort darauf, werde ich wohl nicht bekommen… Aber interessant sind Microsofts neue 404er Meldungen. Nicht mehr wie früher mit Schriftgröße 2 „Oups, Page not found“ und mit normaler Schrift dann mögliche Alternativen, sondern Stichwörter der URL in die hauseigene Suchmaschine eingegeben. Das sieht zumindest für Außenstehende doch noch am sinnvollsten aus – auch wenn selbst diese Suche ohne Erfolg bleibt.

Das Browserkarusell dreht sich

Was macht man an so langweiligen Tagen wie dem heutigen? Man schaut Formel 1 😛 Und nachdem die vorbei ist? Hm… Man könnte Browser testen. Eine gute Idee 😀 So tat ich das heute – der große Browsertest der Internetbegleiter für Windows. In den Hauptrollen: Mozilla Firefox 3.0 Alpha, Opera 9.21, Safari 3.0.2, Internet Explorer 7. Ich hoffe ich habe keinen vergessen. Aber von den „echten“ Browsern (sprich die, die ihre eigene Engine etc. mitbringen) gibts afaik nur die o.g.

Den Anfang soll mal der Internet Explorer 7 machen.
Respekt. Ca. 4 Jahren nach seinen Konkurrenten hat er es auch gelernt mit Tabs umzugehen. Aber das wars auch schon fast. Die betont minimalistische Oberfläche wirkt, wie ich finde, viel zu unübersichtlich. Außerdem gibt es keinen eingebauten Werbefilter (und auch keiner, der mir bekannt wäre, der sich leicht nachrüsten ließe). Also überspringen wir den Kandidaten mal ganz schnell. Außerdem hat er ja ohnehin schon den größten Marktanteil auf Windows-Rechnern – und Standard ist langweilig 😀

Weiter gehts mit dem Newcomer Safari für Windows.
Der sollte ursprünglich die Mozilla-Gecko-Engine bekommen, doch dann kam alles anders und Apple entschied sich lieber für die KHTML-Engine aus dem KDE-Browser Konqueror. Immerhin: Durch diese Entscheidung wurde die Engine sehr schnell ziemlich ausgereift, was man jetzt auch unter Windows betrachten darf. Weniger schön ist, dass Besitzer eines nicht-englischen Windows-Systems bis zur dritten Beta-Version so gut wie ausgesperrt waren von dem Programm. Wie dem auch sei. Was mir aber so gar nicht gefällt, ist der Skin vom Safari-Browser. Nach jahrelangen Windows-Erfahrungen ist die Mausrichtung nach ganz oben rechts schon sowas ähnliches wie ein Reflex für das Schließen eines maximierten Fensters. Aber nicht mit Safari. Nicht genug, dass bei einem solchen Klick bei Safari nichts passiert, weil der X-Knopf nicht dort zu treffen ist, nein, das dahinterliegende Programm wird stattdessen geschlossen. Auch hier gilt dasselbe wie beim Internet Explorer – der Safari ist ein Browser, aber kaum etwas mehr. Auch hier fehlt ein Werbeblocker, beispielsweise. Also legen wir auch diesen Browser bei Seite.

Unser nächster Probant ist der Firefox in einer Nightly-Build der Version 3.0
Dieser Browser durfte bei mir schon recht lange seine Runden drehen. Durch sein Adblock-Plugin haben wir die erste Hürde schon überwunden *g* Jedoch ist es nach drei Jahren der exessiven Firefox-Benutzung Zeit, mal etwas anderes zu probieren.
…und dieses andere ist…

…der Opera-Browser!
Opera-Anwender, und je länger desto „schlimmer“, schwärmen schon lang von „ihrem“ Browser – ähnlich wie „absolut überzeugte“ Firefox-Anwender. Aber wie sieht es aus, wenn man versucht, einfach mal Opera auszuprobieren? Also zuerst einmal bleibt festzuhalten, dass der Firefox beispielsweise sinnvollere Standardeinstellungen hat, beispielsweise bei den Cache-Einstellungen. Denn dieses ist beim Opera recht ausgereift, z.T. zu ausgereift. Denn der Browser nimmt, zumindest über weite Strecken, an, dass eine gleiche URL innerhalb einer kurzen Zeit (z.B. 5 Minuten) auch noch dengleichen Inhalt hat. Jedoch wissen es Forengänger besser, dem ist häufig nicht so. Doch wenn die Einstellungen ersteinmal an die eigenen Bedürfnisse angepasst sind, dann fängt Opera an, mit seinen Stärken zu glänzen. Er ist ein Browser, der unerwartet viele Funktionalitäten bietet, beispielsweise ein kompletter E-Mail-Client. Auch die Möglichkeit, Web-Inhalte (z.B. Werbung) zu blockieren, existiert von Haus aus. Dabei ist der Browser aber auch sehr schön schnell, vor allem beim Start. Weniger schön ist, dass die Symbolleisten nicht wirklich flexibel sind. Beispielsweise die „Persöhnliche Leiste“, die ich für sehr oft besuchte Bookmarks missbrauche. Die grundsätzliche Position (oben, unten, links, rechts) ist zwar anpassbar, aber, zumindest habe ich es noch nicht gefunden, es ist unmöglich, die Reihenfolge der Leisten zu verändern (z.B. die „Persöhnliche Leiste“ unter die Tab-Leiste soll). Das einzige aber, was richtig nervend ist, ist der Hotkey für den „accesskey“ (also z.B. in Foren einen Beitrag abschicken mit ALT+S, wobei das S im HTML-Quellcode festgelegt werden kann). Der hat im Opera-Browser tatsächlich den sensationellen Hotkey von SHIFT+ESC+S (wobei S auch hier frei wählbar im Quellcode ist). Na prima. Wer hat sich denn das ausgedacht? Naja, wenn jemand weiß, wie man dieses Verhalten vielleicht doch ändern kann, der kann sich ja in den Kommentaren verewigen 🙂

Auf jeden Fall nehm ich jetzt erstmal den Opera-Browser – um mal etwas Neues zu probieren. Mal sehen, wie lang ich das aushalte 😀