S.M.A.R.T. Capable and Status OK

Das sagte das BIOS beim Hochfahren von Knut.

Klack-klackklack-klack-(Pause)-klackklack – das sagte die Festplatte. Und nach dem POST wartete das BIOS gedultig darauf, dass die Festplatte vielleicht doch noch zu sich kommt. Vergebnis. Zuvor ist der Windows 2003-Server noch eingefroren. der Reboot (der nicht klappte) erklärte dann auch den Freeze. Immerhin machte der 2003 Server bis zum aller letzten Moment kompromisslos mit.

Um mal ein kleines Bisschen Statistik in die Sache zu bringen. Das war die Western Digital-Fesplatte Nr. 6 (von 7), die gestorben ist. Von diesen 6 sind 5 innerhalb der Garantie gestorben und wurden umgetauscht. Deshalb entstand der Eindruck, die umgetauschten wären weniger störanfällig. Aber heute ist die erste umgetauschte gestorben.

Dem gegenüber steht eine Seagate (von 7), die die Garantiezeit nicht überlebt haben. Hitachi sind 2 im Einsatz, davon eine getauscht und bei Samsung gibts auch 2 zu vermelden, von denen beide noch leben.

Das war die gesamte Festplattenausbeute der letzten 7 Jahre. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür, dass Western Digital einen weniger guten Ruf bei uns genießt.

PS: Ein Athlon XP 2000+ mit 768 MB RAM ist _definitiv_ zu schwach für Server 2008. Oder taugt der Server 08 einfach bloß (noch) nichts?

Sonntagstelefonat

Sternzeit 18.05.2008; 08:30
Mami kommt ins Zimmer. „Steh mal auf, das Internet geht nicht“. „Hmmm… Wie jetzt?“ – „Naja, weiß ich nicht, es geht aber kein Internet“.
Ich aufgestanden, zum Knut gegangen. Hm, Verbindung steht, seit 21 Stunden. Gestern Abend ging das Internet auch noch. Neustart. Das hatte sonst immer geholfen – zumindest unter Windows 2000 und XP. (Ihr müsst wissen, unter Windows 2000 und XP gab es den Bug, dass die Internetverbindungsfreigabe manchmal nicht mehr funktionierte – Knut hatte dann noch Internet, aber alle anderen im Netzwerk nicht mehr; seit Windows 2003 Server ist dies aber nicht mehr aufgetreten.
Reboot fertig. Neu eingewählt: Kein Internet. Bei Knut geschaut – Firefox an, google.de – Server nicht erreichbar. Einwahl funktionierte aber. Wireshark gesucht. ping www.google.de – „Standard DNS Query bla bla“, keine Antwort. Senden funktionierte also noch, Empfangen nicht.

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Knut mit neuen Aufgaben

Der Knut hat seit heute eine zusätzliche Aufgabe: Er fugiert nun auch als Fax-Server. Normalerweise hätte er den Posten nicht bekommen, aber der Karstadt in Leipzig machte Ausverkauf und hatte u.a. ein geeignetes Modem für 5 € im Angebot.

Nachdem die Hürden mit dem TA33 (der wandelt die Signale so um, dass analoge Telekommunikationsendgeräte an ISDN-Anlagen funktionieren) aus dem Weg geräumt waren (dem musste nämlich gesagt werden, dass eine der drei Nummern an einen bestimmten Kanal weitergeleitet werden soll; zuvor hat er alle 3 Nummern überall hin verteilt) – ihr glaubt ja überhaupt nicht, wie knapp Benutzerhandbücher gehalten werden können… -, konnte die Konfiguration auch schon losgehen.

Beim ersten Start hat auch alles prima geklappt. Aber das war eher Zufall *g* Das „Glück“ (oder eher Pech) bestand darin, dass die Internetverbindung auf COM4 bereits bestand. Das Modem wurde ja via Plug&Play erst noch installiert. Dieses wollte aber auch *unbedingt* COM4. Naja, egal. Auf jeden Fall hat es so lange funktioniert, bis ich mal die Internet-Verbindung getrennt habe. Ab diesem Moment hat cFos dann versucht, übers Modem einzuwählen und nicht mit PPPoE. Nach dem anfänglichen Irrglauben, dass es am COM4 liegt (gut, tats vielleicht auch mit, war aber nicht der Hauptgrund) und zahlreichen Neustarts, wendete sich der Blick des gespannten Sys-Admins (sprich: ich) der Ressourcen-Liste vom Everest. Ui – Netzwerkkarte (die *zufällig* auch fürs Internet zuständig war) und Modem hatten doch tatsächlich denselben IRQ. Verdammtes Plug&Play. Hätte ich das früher gewusst, hätte die Prozedur 2 Stunden weniger gedauert *g*. Egal – also das Modem auf einen anderen PCI-Slot gesteckt und neugestartet – und immer noch das Problem mit den selben COM-Ports. Okay, ging ja fix. Modem auf COM4 gelassen (wenn es den dummen Port unbedingt haben will, soll es ihn auch bekommen, ätsch :P) und cFos auf COM3 – war ihm anscheinend eh lieber *g*. Einen weiteren und – halleluja – letzten Neustart später ging tatsächlich ALLES, wie es sollte. Das Internet ging absolut unabhängig vom Fax-Betrieb. So muss das auch sein. Und ich habe endlich den tieferen Sinn des orangen „Communication-Port“ am Mainboard des Horsts verstanden: Damit SOWAS eben nicht passiert.

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Naaa, wer konnte die Überschrift lesen? *fg*

Nein, ich bin jetzt nicht unter die pöhsen Hacker gegangen, aber im Knut werkelt seit heute ein Elitegroup-Mainboard (ja, ist mir schon klar – ich verliere jetzt bestimmt jeglichen Rest-Respekt unter sämtlichen Admin-Kollegen). Um genauer zu sein, handelt es sich um das, in der Szene ziemlich verhasste, K7S5A mit dem SiS 735-Chipsatz.

Wie auch immer: Dass das Board seinen schlechten Ruf nicht von ungefähr hat, durfte ich heute noch einmal am eigenen Leib erfahren: Am Knackpunkt RAM hats diesmal auch mich erwischt: DDR-RAM (Noname) – keine Reaktion nach dem Einschalten. SD-RAM: Läuft. Na fein, dann eben mit SD-RAM. Ist bei einem Server nicht weiter tragisch – die Kapazität ist ohnehin dieselbe und wenn das Mainboard großzügigerweise beide RAM-Arten schluckt, warum nicht. Aber, und da muss ich jetzt einfach mal widersprechen, einmal eine Konfiguration gefunden, mit der das Mainboard zusammenarbeitet, ist es sehr sehr stabil – trotz des niedrigen Preises, durch das es sich seit je her auszeichnet. Und genau deswegen hat es jetzt für, inzwischen, Knut III. seine Chance bekommen. Denn leider wurde das Asus-Mainboard (A7V133) in den letzten 2 Wochen immer instabiler. Heute ein System-Freeze, morgen ein BSOD – so ging es die letzten Tage immer mal.

Nach einer halben Stunde war der Umbau abgeschlossen, nach weiteren 3 Stunden wurde auch das Windows zur Kooperation mit dem neuen Mainboard überzeugt, ein guter Wert – wenn man die Story von Mark kennt, der Windows in 5 Stunden (oder weniger) installiert.

Merkwürdig ist allerdings noch das Temperaturempfinden vom Prozessor: Während der Athlon XP 1800+ mit 50-60°C vor sich hin schwitzte, hat der Athlon XP 2000+ auf dem ECS-Mainboard, trotz 133 MHz mehr und demselben Gehäuse und den selben Lüftern, ~15°C weniger – er rennt mit 40-43°C seine Kreise. Und das soll einer verstehen… Laut Google soll das wohl daran liegen, dass das Asus-Board einige Probleme mit dem VCore haben soll – da ist das wohl etwas großzügig. Das wage ich zwar zu bezweifeln, ist mir jetzt aber auch egal, ätsch 😛

Ob und wie sich Knut III. mit dem Unterbau von Horst I. schlägt und ob das System die von Horst I. bekannte Stabilität aufbringen kann, wird die Zukunft zeigen – mal sehen…

Wer sind eigentlich Horst und Knut?

Horst und Knut sind die beiden PCs, die hier herumstehen, wobei Knut die Aufgabe eines Servers und Horst die Aufgabe meines Arbeitsrechners übernimmt.

Die Namen sind – zugegebenermaßen – sehr einfallsreich (ja, vielen Dank für die vielen Blumen, die ich für die Namen schon bekommen habe :D), aber ALLE Windows-Installationen seit Windows 98 (anno domine…) haben ja förmlich nach einem Namen für den PC gebettelt. Dieser Name sollte im Netzwerk auftauchen; dass – damals nur Knut I. – damals noch kein Netzwerk hatte, war dem Installer egal.

Whatever… Auf jeden Fall wars mal irgendeine Windows XP-Installation im Frühjahr 2003, bei der ich dann mal aus Scheiss bei der Frage nach dem Namen für den Rechner „Horst“ eingegeben habe. Von da an gings dann eigentlich los, der Namen-Wahn. Kurz darauf (naja kurz – im Herbst dann) ist bei Knut I. damals noch die Festplatte über den Jordan gegangen und auch hier folgte eine Windows-Installation – der vergebene Name war hier „Knut“.

So richtig Bedeutung haben diese Namen allerdings erst seit Juni 2005 (ja, noch nicht so sehr lange), seitdem war Knut (immernoch der I.) nämlich Server im Netzwerk und hat einerseits freien Platz seiner Festplatten angeboten, um Daten temporär drauf zu speichern und andererseits (was außerdem wichtiger war) hat er das Internet mithilfe von ICS (Internet Connection Sharing, böse Zungen sagen, das wäre die einzig sinnvolle neue Funktion im Windows seit 95/NT4 :D) im Netzwerk an alle Interessenten verteilt. Allerdings war diese Lösung alles andere als perfekt – das Netzwerk (100 MBit/s) kam eigentlich nie auf seine Kosten, von den rund 10 theoretisch möglichen MB/s wurden, wenns gut kam, vielleicht 2 MB/s genutzt und diese haben eine CPU-Auslastung von 100% für sich beansprucht. Außerdem hatte der „alte“ Knut den Bug, dass er sporatisch nach dem 24-h-Disconnect seitens der Telekom zwar eingewählt hatte, aber sporatisch das Internet nicht mehr im Netzwerk zugänglich machte…
Aus diesem Grund wurde ein totgeglaubtes Sockel-A-Mainboard aus dem Hause ASUS getestet, wie *tot* es denn wirklich war (denn bei dem Versuch der Diagnose wurde, wie sich viel später herausstellte, vieles falsch gemacht) – und tatsache: ASUS ist nicht tot zu kriegen, es lief noch. Der ganz alte Duron 1 GHz (der ursprünglich auf dem Board lief) durfte noch schnell ein BIOS-Update moderieren, bis dann der Athlon XP 1800+ (erste Generation, Palomino; schnellster möglicher Athlon XP auf dem Board – dafür auch das BIOS-Update, damit das überhaupt ging) zum Einsatz kam. Seit kurz vor Weihnachten 2005 läuft also auf Knut II. auf einem ASUS-Board mit Athlon XP 1800+ – und, obwohl mindestens der ICS-Bug nicht unbedingt auf den „alten“ Knut zurückzuführen war, alle Probleme waren behoben. Najaaaa… Nicht wirklich alle. Der in der Wühlkiste herumliegende PC133-SD-RAM hatte wohl einen Schaden, wie auch durch Memtest86 bestätigt wurde, was BSODs verursachte. Seither läuft Knut II. auf Sparflamme mit 1150 statt 1533 MHz, aufgrund des langsameren PC100 SD-RAMs. Dieser ist zwar auch nicht 100%ig fehlerfrei und hat schon ein paar mal BSOD verursacht, aber im Moment läuft der liebe Knut II. schon 44 Tage am Stück, ohne Neustart (halleluja, dass der letzte Patchday nichts so kritisches dabei hatte, als dass ein Reboot auch sinnvoll gewesen wäre :D).

Horst hingegen war immer pflegeleicht… Außer der Tatsache, dass er ohne Arbeit nicht leben wollte (Nach 1-wöchigem Urlaub fuhr Windows reproduzierbar mit BSOD hoch), hat er immer treue Dienste geleistet und war stets stabil und – im Rahmen seiner Möglichkeiten – auch schnell – sei es auf dem Elitegroup-Mainboard mit dem Athlon XP 2000+ oder auf dem MSI-Mainboard mit dem Athlon 64 3200+ gewesen – wobei letzteres erst nach dem Kauf von recht teurem, dafür aber sehr fixem – RAM und diversen BIOS-Updates so stabil lief, wie es das ECS-Board getan hatte.
Im Netzwerk geistert auch noch ein Rechner herum, er nennt sich selber (oder wurde vielmehr genannt) „ICH“ und gehört Papa… Dieser Rechner steht auch nicht ganz so sehr auf Publicity – er ist froh, wenn er seine Standard-Anwendungen abspulen darf, so hats jedenfalls den Eindruck *g*

Wenn ihr mehr über Horst und Knut II. erfahren wollt, könnt ihr euch das Sysprofile ansehen, hier werden die beiden Kraftprotze im Detail vorgestellt 🙂
Horst | Knut II.