Windows 7 + Hauppauge + CeBIT = Ein neuer Treiber

Bevor jemand deshalb Hauppauge auf der CeBIT in Hannover den Stand einrennt, es gibt eine Lösung!

Diese Lösung geht zwar nicht für die öffentliche Beta, die auf die Build 7000 hört, aber dafür für die RC, die Gerüchten zufolge auch öffentlich sein soll.

Das schöne daran, der Treiber soll „nächste Woche“ (also diese Woche) sogar WHQL-zertifiziert werden, das heißt für alle Fans der 64-bit-Betriebssysteme, dass sie auch ohne den berühmten F8-Knopf hochfahren können.

Windows 7 + Hauppauge-Hardware = Eine dumme Idee

Windows 7 hat es auf Horst geschafft! Unglaublich aber wahr. Es ist halbwegs schnell, sehr schick, die neue Taskleiste weiss zu gefallen… Aber dann das:

win7bsod

Das passierte, nachdem:

  • Hauppauge Treiber installiert wurde
  • Das eigene Programm nicht lief
  • Das Windows Media-Center aufgerufen wurde
  • Dabei der Grafiktreiber abstürzte (und wiederhergestellt wurde)

Nun… Gemäss Blue Screen ist der Schuldige ja auch eindeutig geklärt.

Wer eine solche Hardware nicht verwendet, der sollte Windows 7 aber durchaus mal ausprobieren. Es macht sehr Vieles richtig, Weniges nur falsch und sollte normalerweise auch stabil sein. Wobei noch zu klären ist, was ein Treiber für ein Gerät, das genauso gut auch als USB-Gerät Hotplug-fähig sein müsste, im Kernel zu suchen hat. Wo doch seit Vista nicht einmal mehr der Grafiktreiber eine Kernel-Komponente ist.

Vista im Selbstversuch (II)

Heute: Wie Winamp stabil wurde, der Scanner wieder scannte und ich die Lage einschätze.

Fangen wir beim Scanner an. Bei Canon ist noch alles beim Alten geblieben, kein neuer Treiber und der alte funktioniert noch immer nicht. Doch da fiel der Blick in eine der vier Ecken meines Zimmers, wo tatsächlich noch ein älterer Aldi-Scanner steht. Dieser sollte eigentlich aufgrund seines Alters und der Geschwindigkeit (er ist vergleichsweise langsam) in Rente geschickt werden. Aber da ihn keiner haben wollte, stand er da einsam herum. Eigentlich eher aus Spaß habe ich dann mal bei Medion geschaut, wie es denn mit Vista-Treibern aussieht. Und tatsächlich! Medion bietet wirklich seit Februar 2007 Treiber für beide Vista-Architekturen (32- und 64-bit) an. Im Gegensatz zu den Canon-Treibern wurden diese Treiber extra für Vista aktualisiert (denn einen XP x64-Treiber gab es nicht). Die Folge: Der Treiber funktionierte auf Anhieb genau so, wie man es erwartet hätte. Daher nimmt jetzt erstmal der Canon-Scanner den Platz in der Ecke meines Zimmers ein.

Winamp, mein Lieblingsmediaplayer, hatte auch das eine oder andere Problem unter Vista. Eigentlich nur das eine Problem, es war ein Programmabsturz, und zwar immer an der selben Stelle. Vista gab dann in etwa das aus:

Problemsignatur:
Problemereignisname: APPCRASH
Anwendungsname: winamp.exe
Anwendungsversion: 5.3.5.1305
Anwendungszeitstempel: 4648e17d
Fehlermodulname: ntdll.dll
Fehlermodulversion: 6.0.6000.16386
Fehlermodulzeitstempel: 4549bdc9
Ausnahmecode: c0000005
Ausnahmeoffset: 00062086
Betriebsystemversion: 6.0.6000.2.0.0.768.3
Gebietsschema-ID: 1031
Zusatzinformation 1: 93e7
Zusatzinformation 2: e5c5848a537e479b49aeb06539ab262d
Zusatzinformation 3: 51cf
Zusatzinformation 4: 0d448cf76cde3f622886745af1d32ecf

Des Rätsels Lösung ergab sich dann im Winamp-Forum. Einfach mal die Media-Library leeren. Seither (gestern abend) keine Abstürze mehr.

Zur Einschätzung bisher. Also es ist ja so, dass man im Vorfeld vieles gehört hat, was gar nicht gut klang. Aber mit etwas Einarbeitung stellt sich recht fix heraus, dass davon nicht viel (Sichtbares) übrig geblieben ist. Viele der neuen Funktionen haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Auch das neue Speicher-Management macht das System in der täglichen Arbeit angenehm schnell, auch wenn der erste Blick in den Taskmanager eine leichte Gänsehaut verursacht, wenn von satten 2 GiB RAM mal grade 5 MiB frei sind. Aber das merkt man in der täglichen Arbeit so gut wie gar nicht, im Gegenteil, Anwendungen reagieren zum Teil wesentlich schneller. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass Vista oft zu viel des Guten will. So z.B. der Windows-Defender. Eigentlich eine schöne Sache, aber er läuft dauerhaft im Hintergrund mit und meldet alles, was ihm auffällt (und das ist nicht wenig), dem Systemprotokoll. Auch die Benutzerkontenkontrolle ist nicht ganz das, was sie hätte sein sollen. Sie fragt bei sehr vielen Ereignissen nach, ob der Anwender das denn wirklich mit priviligierten Rechten tun möchte (da man ja normal als eingeschränkter Benutzer arbeitet), aber nur, wenn die entsprechende Anwendung das auch so vorsieht. Wenn nicht, dann gibt es “die nächst beste” Fehlermeldung, die z.T. nicht wirklich auf das eigentliche Problem hindeutet.
Sicherlich, das eine oder andere könnte vielleicht besser gelöst werden, aber insgesamt ist es so, dass das Treiberproblem wohl das größte Hindernis ist – ist selbiges überwunden, zeigt sich Vista erstaunlich kompatibel (softwareseitig) und auch recht fix. Allerdings sollte es schon ein einigermaßen starker Rechner sein – mit einer Grafikkarte, die kein DirectX9 kann, funktioniert Aero nicht und 1 GiB RAM sollte es auch sein, damit die neue Speicherverwaltung ihre Vorteile ausspielen kann.

Früher war alles besser

…aber echt mal. Wenn früher ein Treiber der Meinung war, nicht mit dem Rest des Systems kooperieren zu müssen, dann gab es einen Bluescreen. Joah, den gibts heute auch noch. Aber früher konnte man dann den Treiber abgesichert löschen. Und genau DAS geht heute nicht mehr – anscheinend.

Aber fangen wir mal von vorne an. Es war einmal vor langer Zeit, als man noch in das Gute am Chipsatztreiber geglaubt hatte… Da installierte man auch mal den offiziellen Treiber. Na schön. Und das Ende vom Lied? Ein Bluescreen – bei der Netzwerktreiberinstallation. Sehr gut. Natürlich auch beim Neustart wieder ein Bluescreen. Gut, dann gibts ja noch die F8-Taste. Die dient, für alle nicht-insider, des Aufrufs des Boot-Menüs, in dem man sich u.a. aussuchen kann, ob man abgesichert starten will. Tut man dies, startet ein recht naktes Windows ohne Verwendung fremder Treiber. Prima! Dann kann man ja den neuen, BSOD-verursachenden Treiber deinstallieren und wieder normal hochfahren.
Früher ging das auch. Heute, inzwischen ist man in den Tiefen des Internets auf alternative Treiber, die zwar inoffiziell sind, aber Stabilität versprechen, gestoßen, ist das ein bisschen anders. Okay, fairerweise muss dazugesagt werden, dass ein etwas älterer der inoffiziellen Treiber problemlos geht. Gut, aber der neuere machte, oh Wunder, genau dieselben Zicken wie sein offizeller Kollege. Aber der inoffizielle setzt noch eins drauf: Nach seiner Installation war das Windows ganz weg. Nichts mehr, kein Startlogo, nichts. Schwarzer Bildschirm. Aber nicht nur beim normalen Startmodus, nein, auch beim abgesicherten…

Mal gut, dass es hier ein XP ist, was da tot zu sein scheint, denn ein Windows 2000 hätte eine Reperatur nicht überlebt – zumindest durfte ich in näherer Vergangenheit diese Erfahrung bei meinem Vater machen (der jetzt auch XP hat). Also Installations-CD rein, booten und reparieren lassen. Dann wurde es spannend: Der erste Neustart … und: Tadaaa: Das Bootlogo ist wieder da – Erleichterung machte sich breit. Aber dann ging es wieder los: „Geben Sie bitte Ihren Windows-Produkt Key ein“ – für eine REPERATUR! Na schön. Soll er halt seine dumme Seriennummer bekommen… Er machte weiter mit reparieren. Also gings auf zum ersten Neustart ohne Setup-Fortsetzung und der dumme Willkoommen-Assistent begrüßt mich. Willkommen – blah, weiter. „Möchten Sie Ihr Windows jetzt aktivieren oder in ein paar Tagen daran erinnert werden“ – ich habe mir mal letzteres ausgesucht, weil ich der Meinung war, dass ich nichts am System geändert habe und somit die Aktivierung noch passen müsste. Natürlich nicht! Nachdem der Assistent überwunden war, kam dann auch gleich diese nette Eingabebox, dass ich das Windows, so ich es denn verwenden möchte, jetzt aktivieren müsse… Naja, dann muss es halt gemacht werden, der Nachmittag war eh schon gelaufen… Der Computer am Telefon (Internet ging ja nicht, Netzwerktreiber…) konnte, wie üblich, den SBE-Key nicht verifizieren und hat mich zu einem Menschen weitergeleitet. Bzw. mehr zu der Ansage, dass im Moment alle Service-Mitarbeiter belegt sind – und dann zu einem Menschen, der dann nach 2 kurzen Fragen die Verifizierung freigegeben hat (warum eigentlich nicht gleich so?)…

Ein abschließender Besuch bei Windows-Update und das Neu-Aufspielen des älteren inoffiziellen Chipsatztreibers und ein Neustart, und der Horst läuft wieder, wie es von ihm erwartet wird.

So viel Spaß wollte ich heute eigentlich gar nicht haben… :-/