Windows Vista: Dateien freigeben wie bei XP

Viele von euch kennen vielleicht noch Windows XP und können sich dunkel erinnern, dass es dort nicht besonders kompliziert war, Ordner im Netzwerk freizugeben. Das hat innerhalb von Sekunden funktioniert und ging ohne Passwortabfrage.

Während Windows XP auf Windows 2000 basiert und auf den Desktop- und vor allem Heimgebrauch getrimmt wurde, basiert Windows Vista auf Server 2003, welches ein Server-OS ist und sich auch entsprechend benimmt. Will heißen: Windows erwartet normalerweise eine Anmeldung für den Zugriff auf freigegebene Ordner.

Relativ einfach ginge das mit dem von Microsoft dafür vorgesehenen “Shared Documents”-Ordner. Alte Windows-Hasen und Fans von Explorer-Ersetzungen (wie dem Total Commander) ist das zum Einen nicht flexibel genug und zum Anderen ist nicht trivial, wo dieser ominöse Ordner zu finden ist. Glücklicherweise gehts aber dennoch so wie aus XP gewohnt. Und wie uns Murat zeigen wird, kann dann auch ein nicht-Windows-System darauf zugreifen.

In dem Beispiel wollen wir einen Ordner, der im Wurzelverzeichnis der Festplatte C liegt, freigeben.

  1. Gehe Systemsteuerung, Netzwerk- und Freigabecenter
  2. Scrolle nach unten, suche:

    • Freigabe von Dateien >> AN
    • Kennwortgeschütztes Freigeben >> AUS
  3. Wer den öffentlichen Ordner nicht nutzen möchte, kann ihn ebenfalls dort ausschalten.
  4. Gehe zu dem freizugebenden Ordner, Rechtsklick, Freigabe. Es öffnet sich dieses übersichtliche Fenster.
  5. In der Zeile, in der der Cursor blinkt, kann ein Benutzername eingegeben werden, der zugreifen darf. Klick auf den Pfeil am Ende des Felds und es öffnen sich alle lokal verfügbaren Benutzer. Wenn für den Zielordner keine Restriktionen (Passwort-Eingabe etc.) existieren sollen, dann sollte “Gast” ausgewählt werden (egal, ob der Gast-Account für die Benutzeranmeldung im System aktiviert ist oder nicht)
  6. Klick auf “Hinzufügen”
  7. Bei “Berechtigungsebene” können die Rechte eingestellt werden, denen sich der ggf. angemeldete Benutzer auf dem Zielrechner unterwerfen sollen. “Leser” kann beispielsweise keine Daten verändern.
  8. Klick “Freigabe”
  9. Warte einen Moment
  10. Klick “Fertig” (wer auf Pfadeingaben steht, kann sich auch den Pfad merken, der einzugeben ist, den Windows freundlicherweise mit angibt)

Und schau an, sogar ein Mac OS kann nun darauf zugreifen – und das ohne Eingabe eines Passworts:
dateifreigabeaufmac
(danke an siebenundsiebzig für das Bild)

Eine Freigabe wieder aufzuheben, ist etwas einfacher. Einfach Rechtsklick auf den freigegebenen Ordner, “Freigabe…”, “Freigabe beenden”.

Der Host-Rechner für diese Anleitung war ein Vista Business mit SP1, die Client-Rechner waren ein MacBook mit Mac OS X 10.5.7 sowie unser aller Server mit Windows Server 2003 Enterprise Edition.
Da Mac OS X genau wie Linux auf Samba zurückgreift für Windows-Freigaben, nehme ich an, dass auch Linux in der Lage sein wird, auf diese Vista-Freigabe zugreifen zu können.

S.M.A.R.T. Capable and Status OK

Das sagte das BIOS beim Hochfahren von Knut.

Klack-klackklack-klack-(Pause)-klackklack – das sagte die Festplatte. Und nach dem POST wartete das BIOS gedultig darauf, dass die Festplatte vielleicht doch noch zu sich kommt. Vergebnis. Zuvor ist der Windows 2003-Server noch eingefroren. der Reboot (der nicht klappte) erklärte dann auch den Freeze. Immerhin machte der 2003 Server bis zum aller letzten Moment kompromisslos mit.

Um mal ein kleines Bisschen Statistik in die Sache zu bringen. Das war die Western Digital-Fesplatte Nr. 6 (von 7), die gestorben ist. Von diesen 6 sind 5 innerhalb der Garantie gestorben und wurden umgetauscht. Deshalb entstand der Eindruck, die umgetauschten wären weniger störanfällig. Aber heute ist die erste umgetauschte gestorben.

Dem gegenüber steht eine Seagate (von 7), die die Garantiezeit nicht überlebt haben. Hitachi sind 2 im Einsatz, davon eine getauscht und bei Samsung gibts auch 2 zu vermelden, von denen beide noch leben.

Das war die gesamte Festplattenausbeute der letzten 7 Jahre. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür, dass Western Digital einen weniger guten Ruf bei uns genießt.

PS: Ein Athlon XP 2000+ mit 768 MB RAM ist _definitiv_ zu schwach für Server 2008. Oder taugt der Server 08 einfach bloß (noch) nichts?

Windows 7 + Hauppauge + CeBIT = Ein neuer Treiber

Bevor jemand deshalb Hauppauge auf der CeBIT in Hannover den Stand einrennt, es gibt eine Lösung!

Diese Lösung geht zwar nicht für die öffentliche Beta, die auf die Build 7000 hört, aber dafür für die RC, die Gerüchten zufolge auch öffentlich sein soll.

Das schöne daran, der Treiber soll „nächste Woche“ (also diese Woche) sogar WHQL-zertifiziert werden, das heißt für alle Fans der 64-bit-Betriebssysteme, dass sie auch ohne den berühmten F8-Knopf hochfahren können.

Windows 7 + Hauppauge-Hardware = Eine dumme Idee

Windows 7 hat es auf Horst geschafft! Unglaublich aber wahr. Es ist halbwegs schnell, sehr schick, die neue Taskleiste weiss zu gefallen… Aber dann das:

win7bsod

Das passierte, nachdem:

  • Hauppauge Treiber installiert wurde
  • Das eigene Programm nicht lief
  • Das Windows Media-Center aufgerufen wurde
  • Dabei der Grafiktreiber abstürzte (und wiederhergestellt wurde)

Nun… Gemäss Blue Screen ist der Schuldige ja auch eindeutig geklärt.

Wer eine solche Hardware nicht verwendet, der sollte Windows 7 aber durchaus mal ausprobieren. Es macht sehr Vieles richtig, Weniges nur falsch und sollte normalerweise auch stabil sein. Wobei noch zu klären ist, was ein Treiber für ein Gerät, das genauso gut auch als USB-Gerät Hotplug-fähig sein müsste, im Kernel zu suchen hat. Wo doch seit Vista nicht einmal mehr der Grafiktreiber eine Kernel-Komponente ist.

„dne“

Windows XP SP3. Wie schön, wenn es denn läuft. Es hat den grandiose Funktion – bei Vista geklaut! – dass man, wenn man will, keine Seriennummer eingibt bei der Installation. Was man bekommt, ist eine 30-Tage-Testversion von Windows XP. Wie schön! Wenn man nur etwas testen möchte, dann reicht das ja vollkommen. Vor allem, wenn normalerweise ein anderes System auf dem Maschinchen läuft.

Aber könnte mir kurz jemand sagen, was ein „dne Product Key“ ist?

Microsoft Update nicht benutzbar

Der eine oder andere von euch wird, vorbildlich wie ihr seid!, schonmal was von Windows-Update gehört haben. Wer dem Frieden nicht traut, der hat die automatischen Updates deaktiviert, denkt aber im selben Atemzug immer am zweiten Dienstag im Monat, 19 Uhr deutscher Zeit, daran, Windows Update auszuführen. Denn dann ist Patchday und es werden die neusten Sicherheitsfixes (und manchmal auch sonstige Bugfixes) vom Stapel gelassen.

Wer Windows bis XP einsetzt, wurde hierfür freiwillig gezwungen, den Internet Explorer zu nutzen. Mit Windows Vista hat Microsoft ein Einsehen gehabt und diese Funktionalität komplett in die Systemsteuerung, ohne Internet Explorer, eingebaut. Daher wird dem ein oder anderen dieser Bildschirm schonmal begegnet sein:

Ganz groß im gelben Kasten wirbt die Software hier für Aktualisierungen weiterer Produkte. Ein Klick darauf öffnet, obwohl er nicht der Standardbrowser ist!, den Internet Explorer, der dazu einlädt, die Nutzungsbedingungen zu lesen und dann Microsoft-Update zu aktivieren.

Den Nutzungsbedingungen muss man zustimmen, um den Dienst nutzen zu dürfen, also sollte man sie auch mal lesen. Doch was ist das?

Nicht gefunden? Gibt es keine Nutzungsbedingungen für deutsche Benutzer? Oder dürfen wir Microsoft Update nicht benutzen? Oder ist das eine logische Konsequenz daraus, dass ohnehin sonst niemand sowas liest?

Eine Antwort darauf, werde ich wohl nicht bekommen… Aber interessant sind Microsofts neue 404er Meldungen. Nicht mehr wie früher mit Schriftgröße 2 „Oups, Page not found“ und mit normaler Schrift dann mögliche Alternativen, sondern Stichwörter der URL in die hauseigene Suchmaschine eingegeben. Das sieht zumindest für Außenstehende doch noch am sinnvollsten aus – auch wenn selbst diese Suche ohne Erfolg bleibt.

ACHTUNG!!!!111 Fürchterlich, spektakuläre, grausame, gewaltige Sicherheitslücke in Vista*

Wie die PC-Welt heute berichtet, gibt es im Betriebssystem Windows Vista eine unfassbar kritische Sicherheitslücke, die nicht geschlossen wurde bisher und den Vollzugriff des PCs ermöglicht, wenn(!) der Angreifer physikalischen Zugriff auf den Rechner UND eine Live-CD hat.

Erstmal zu den Fakten. Windows Vista hat ein Benutzersystem, bei dem man sich auf Wunsch anmelden muss, bevor man das System nutzen kann. Das ist per se nichts Neues, denn auch Windows XP – oder überhaupt alle NT-basierten Windows-Versionen hatten eine solche Funktionalität. Nun ist es aber im Vista so, dass es einen netten Knopf gibt, der eine „Erleichterte Bedienung“ aufruft. Das ist auch noch nicht soo schlimm. Schlimm wirds nur, wenn jemand auf die Idee kommt, diese Datei, in Abwesenheit von Windows, umzubennen und sie beispielsweise mit der cmd.exe ersetzt. Dann hat man nämlich – oh Schreck – Systemrechte.

Liebe PC-Welt,
und wo genau ist da jetzt eurer Meinung nach der Skandal? Da könnt ihr JEDES Betriebssystem hernehmen!
Schaut z.B. mal hier. Das ist eine Boot-CD oder -Diskette, mit der jedes Windows NT-Passwort geändert werden kann. Oder der ERD-Commander. Damit kann sogar ein neuer Benutzer – z.B. mit Admin-Rechten – erstellt werden. Windows ist also unsicher? Okay, nächster Kandidat. Linux! Man nehme sich irgendeine Linux-CD – die von Arch Linux ist beispielsweise relativ klein und geeignet. Dann befolge man bis zum chroot-Befehl diese Anleitung und schon ist man – ohne ein root-Passwort eingegeben zu haben (!) als root angemeldet – auf dem System auf der Festplatte. Hier kann das Passwort nun geändert werden oder ein neuer Benutzer erstellt werden.
WENN ein potenzieller Angreifer also physikalischen Zugriff auf den PC hat UND dann noch die Möglichkeit besteht, dass der Rechner von einem beliebigen anderen Datenträger außer der Festplatte starten kann, dann wird ein interessierter Angreifer, selbst wenn diese „Lücke“ behoben ist, noch deutlich mehr Wege ins System finden.
Und ja, mit den hier beschriebenen Wegen kann man sich nach einem Reboot von der lokalen Festplatte als Benutzer anmelden und hat dann auch wieder alle Zeit der Welt, sich die Festplatte anzusehen. Lokal, mit dem eigenen Betriebssystem.
Der Lösungsansatz, TrueCrypt zu verwenden, mag ja das Problem lösen – aber mal ernsthaft. Ist genau das nicht ein wenig Paranoia? Für Privatanwender sind die Passwörter in der Regel dazu da, dass andere – meistens Mitbewohner – entweder ihren eigenen Account nutzen oder gar nicht arbeiten können. Das funktioniert auch wunderbar und auch ohne TrueCrypt. Bei richtig wichtigen Daten in Firmen, liegen selbige auf einem Server – und hier ist es Aufgabe des Admins diese Daten sicher zu halten.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
Und das nächste Mal, bleibt bitte etwas auf dem Teppich. Oder wenigstens sachlich – je nach dem, was weniger schmerzhaft ist.

*: oder jedem (ich meine jedem!) anderen Betriebssystem.

Asus* ist doof

Der Horst verfügt ja bekanntermaßen über das unglaublich hoch gelobte Asus A8N32-SLI Deluxe Mainboard. Zugegeben: Seit dem – äh – 3. oder 4. BIOS-Update läuft dieses Brett auch sehr, sehr ordentlich. Schnell, stabil und auch ziemlich gut verträglich mit anderer Hardware.

Vor kurzem dachte ich dann mal, dass es doch mal eine tolle Idee wäre, das Wochenende mit der Installation von Vista x64 zu verbringen. Leider ist der gute Canon-Scanner die letzte Hardware-Komponente, die keine x64-Treiber hat und wohl auch nicht mehr bekommen wird (vielen Dank an dieser Stelle an Canon *rolleyes*). Daher war die Lösung recht simpel: Dual Boot mit Windows XP x86. Klingt gut, ist einfach. Asus* ist doof weiterlesen

Ich habe dasselbe Problem wie unter Linux

…nur dass ich hier keine Konsole zum Lösen brauche.
Wer verwirrt ist, der kann weiterlesen *g*

Also. Es ist ist ja so. An der HTWK gibt es viele Linux-Rechner. Und manchmal ist einem auch nur langweilig. Dann setzt man sich vor einen solchen Rechner und versucht, Flash-Spiele, die es ja reichlich gibt, zu spielen. Aber irgendwann friert der ganze Firefox ein. Das ist Mist.

Ich – als bekennender Firefox-Nightly-Build-Nutzer – habe nun seit 4 Tagen dasselbe Problem. Nur dass es keine Flashspiele sein müssen, es reicht schon YouTube. Aber nicht auf YouTube.com, sondern die eingebetteten. Normalerweise einfach auf „play“ klicken, dann auf „Pause“ und warten. Das reicht schon. Wenn nicht, dann abspielen. Irgendwann frierts dann schon ein. Aber manchmal, und das ist noch ärgerlicher, reichts auch, dass einfach nur der Player samt Teaser-Bild geladen wird. Was passiert? Nichts mehr – Firefox ist zu keiner Reaktion mehr bereit. Da hilft dann der Taskmanager, oder verzweifelt auf den X-Knopf drücken und Windows versichern, dass man kein Bock mehr auf Warten hat. Unter Linux muss die Konsole herhalten – Process-ID herausfinden und dann mit kill – beides in der Konsole.

Nun aber Preisfrage: Woran liegt das? Hat jemand eine Lösung dafür? Am Flashplayer selbst scheints jedenfalls nicht zu liegen. Den habe ich mehrmals gelöscht und wieder installiert, inzwischen den top-aktuellen – aber es hilft nicht. Wirds wohl am Firefox liegen: Wenn jemand eine Lösung kennt, bitte bescheid sagen – es nervt :=)